"Loredanas Arbeiten sind reich an Formen und Zeichen, die Schrift-Zeichen. Die Formen erzählen von Geburten, von der Zeit der Bildung des Körpers, von körperlichen Wehen auf der Suche nach Gestalt. Dies gehört zum informellen Teil ihrer Kunst. Gegenstandlosigkeit, die aus den dichtesten ihrer Skulpturen spriesst, und die den Grund ihrer Bilder mit dick aufgetragenem Farbstoff und dominierenden Formen prägt: Gebährmütter, Mutterschaften und Grabnischen. Wir treffen auf Naturbilder reich an Materie, oft als Collagen: Moos, Rinden, oder stark simulierte Naturformen. Dann wird dieses Magma reduziert, bis zur armen Kunst, bis zu minimalen Zeichen, die den Grund der Materien bedecken. Es handelt sich dabei um Schriften und symbolische Zeichen, die in ihre archetypische Erscheinung gezwungen sind. Zeichen eines Schamanen, welche nur demjenigen, der einen Weg der Initiation einschlägt, verständlich werden. Es handelt sich dabei nicht um Verzierungen, sondern um Diktate des Inneren, welche, durch Erfindung und rituale Wiederholung, die Stille übertönen und die Leere verhüllen sollen. Zauberformel, Schrift der Verkündung, primitive Notwendigkeit dem tiefen Innersten einen Weg, eine Ausdrucksform, eine Schrift zu gewähren."

(Piero Del Giudice, 2002)